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Wärmepumpenstrom: Braucht Ihre Wärmepumpe einen eigenen Tarif?

Stand: 12.07.2026

Wärmepumpen verbrauchen viel Strom. Da liegt die Frage nahe: Gibt es dafür einen eigenen, besseren Tarif? Die Antwort: Ja — aber nur unter einer Bedingung. In diesem Artikel erklären wir, wann sich ein Wärmepumpenstrom-Tarif lohnen kann, was Sperrzeiten sind und worauf Sie beim Vergleich achten sollten.

Was ist Wärmepumpenstrom?

Wärmepumpenstrom ist ein Stromtarif nur für Ihre Wärmepumpe. Er läuft getrennt vom normalen Haushaltsstrom. Der Hintergrund: Ihre Wärmepumpe gilt als steuerbares Gerät. Der Netzbetreiber darf sie in engen Grenzen drosseln, wenn das Netz stark belastet ist. Im Gegenzug fallen für diesen Strom oft geringere Netzkosten an. Diesen Vorteil geben viele Anbieter über spezielle Tarife weiter.

Die Bedingung: ein eigener Zähler

Damit ein eigener Tarif funktioniert, muss der Verbrauch der Wärmepumpe getrennt gemessen werden. Sie brauchen also einen zweiten Zähler nur für die Heizung. Das nennt man getrennte Messung. Läuft die Wärmepumpe über den normalen Hauszähler, gilt: Ein eigener Heizstromtarif ist bei einem Zähler meist nicht möglich. Ob sich der Einbau eines zweiten Zählers lohnt, ist eine Rechenaufgabe. Dem möglichen Vorteil je Kilowattstunde stehen ein zweiter Grundpreis und die Messkosten gegenüber. Je mehr Strom Ihre Wärmepumpe verbraucht, desto eher lohnt sich die Trennung. Eine pauschale Antwort für alle gibt es nicht. So rechnen Sie es selbst durch: Nehmen Sie den Jahresverbrauch Ihrer Wärmepumpe in Kilowattstunden. Multiplizieren Sie ihn mit dem Preisunterschied je Kilowattstunde zwischen beiden Tarifen. Ziehen Sie davon den zusätzlichen Grundpreis und die Messkosten des zweiten Zählers ab. Bleibt ein deutliches Plus, lohnt sich der eigene Tarif.

Sperrzeiten: was dahinter steckt

Bei vielen Wärmepumpen-Tarifen darf der Netzbetreiber die Wärmepumpe zu bestimmten Zeiten unterbrechen oder drosseln. Das nennt man Sperrzeiten. Sie sind zeitlich begrenzt und geregelt. Müssen Sie deshalb frieren? In der Regel nicht. Häuser und Pufferspeicher halten die Wärme über kurze Pausen. Die Warmwasser-Bereitung plant um solche Zeiten herum. Trotzdem gehören die Sperrzeiten zu den Bedingungen, die Sie vor dem Abschluss lesen sollten. Sie stehen im Tarif oder kommen vom örtlichen Netzbetreiber.

Ein Preis oder zwei? HT und NT bei Wärmepumpen

Manche Wärmepumpen-Tarife haben einen einzigen Arbeitspreis. Andere rechnen wie klassischer Heizstrom mit zwei Preisen: HT ist der Tag-Preis, NT ist der Nacht-Preis. Anders als eine Nachtspeicherheizung läuft die Wärmepumpe über den ganzen Tag verteilt. Ein sehr niedriger Nacht-Preis nützt Ihnen deshalb weniger als ein fairer Preis über 24 Stunden. Wie die Doppeltarif-Rechnung genau funktioniert, erklärt der Artikel Heizstrom: HT und NT einfach erklärt.

Worauf Sie beim Vergleich achten

Erstens: Rechnen Sie mit der ganzen Jahresrechnung, nicht nur mit dem Arbeitspreis. Grundpreis und Messkosten gehören dazu. Zweitens: Prüfen Sie die Vertragsbedingungen — Laufzeit, Preisgarantie und die Regeln zu Sperrzeiten. Drittens: Auch Ökostrom gibt es für Wärmepumpen. Woran Sie echte Ökostrom-Angebote erkennen, lesen Sie im Artikel Ökostrom erkennen. Und viertens: Vergleichen Sie den Spezialtarif immer gegen einen guten normalen Stromtarif. Manchmal ist der Unterschied kleiner, als die Werbung verspricht.

So starten Sie bei uns

Den Heizstrom-Vergleich starten Sie auf der Startseite. Dort beantworten Sie zwei kurze Fragen zu Ihrer Heizung — wir fragen nach der Anlage und nach Ihren Zählern. Danach sehen Sie Angebote unserer Partner und, wenn wir ihn kennen, den Grundversorger-Tarif als Referenz. Zur Startseite.

Häufige Fragen

Braucht jede Wärmepumpe einen eigenen Zähler?
Nein. Viele Wärmepumpen laufen über den normalen Hauszähler. Ein eigener Tarif setzt aber getrennte Messung voraus: Ein eigener Heizstromtarif ist bei einem Zähler meist nicht möglich.
Was sind Sperrzeiten?
Zeiten, in denen der Netzbetreiber die Wärmepumpe unterbrechen oder drosseln darf. Sie sind zeitlich begrenzt und geregelt. Haus und Pufferspeicher halten die Wärme über kurze Pausen.
Wird meine Wohnung in der Sperrzeit kalt?
In der Regel nicht. Sperrzeiten sind kurz, und Gebäude speichern Wärme. Lesen Sie die Regeln zu Sperrzeiten trotzdem vor dem Abschluss.

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