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Arbeitspreis und Grundpreis: So lesen Sie Ihre Rechnung richtig

Stand: 12.07.2026

Auf Ihrer Energie-Rechnung stehen zwei wichtige Preise: der Arbeitspreis und der Grundpreis. Beide zusammen bestimmen Ihre Jahreskosten. Wer beide versteht, vergleicht Angebote deutlich besser. In diesem Artikel erklären wir die zwei Preisbestandteile. Danach rechnen wir ein Beispiel komplett durch.

Der Arbeitspreis: Sie zahlen pro Kilowattstunde

Arbeitspreis: Das ist der Preis für jede verbrauchte Kilowattstunde Energie. Er wird in Cent angegeben, zum Beispiel 30 Cent pro Kilowattstunde. Verbrauchen Sie viel, zahlen Sie viel. Verbrauchen Sie wenig, zahlen Sie wenig. Der Arbeitspreis ist der bewegliche Teil Ihrer Rechnung. Bei den meisten Haushalten macht er den größten Teil der Kosten aus.

Der Grundpreis: Sie zahlen fürs Dabeisein

Der Grundpreis ist eine feste Gebühr. Sie zahlen ihn jeden Monat. Die Höhe hängt nicht von Ihrem Verbrauch ab. Der Grundpreis deckt zum Beispiel den Zähler und die Abrechnung ab. Er wird oft pro Monat angegeben, manchmal pro Jahr. Achten Sie beim Vergleich auf diese Angabe. Zwölf Euro im Monat sind 144 Euro im Jahr.

Woraus sich der Arbeitspreis zusammensetzt

Der Arbeitspreis ist selbst aus mehreren Bausteinen gebaut. Ein Teil ist die Energie-Beschaffung des Anbieters. Dazu kommen die Netzentgelte. Das sind die Gebühren für die Leitungen. Den Rest machen Steuern, Abgaben und Umlagen aus. Diese Bausteine muss jeder Anbieter zahlen. Der Anbieter kann also nur einen Teil des Preises selbst gestalten. Das erklärt, warum Preise sich oft ähneln. Und warum eine Preisgarantie selten alles abdeckt. Für Ihren Vergleich reicht aber der Blick auf den Gesamtwert: den Arbeitspreis in Cent pro Kilowattstunde.

Ein Beispiel, komplett durchgerechnet

Das folgende Beispiel nutzt angenommene Werte. Annahme: ein Haushalt mit 2 Personen und 2.500 Kilowattstunden Verbrauch im Jahr. Annahme für den Tarif: 30 Cent Arbeitspreis und 12 Euro Grundpreis im Monat. Die Rechnung geht so: 2.500 Kilowattstunden mal 0,30 Euro ergeben 750 Euro. Dazu kommt der Grundpreis: 12 Euro mal 12 Monate ergeben 144 Euro. Zusammen sind das 894 Euro im Jahr. So einfach ist die Formel: Verbrauch mal Arbeitspreis, plus zwölfmal der Monats-Grundpreis.

Wann der Grundpreis wichtiger ist

Die Gewichtung hängt von Ihrem Verbrauch ab. Bei kleinem Verbrauch zählt der Grundpreis stärker. Ein Single-Haushalt mit 1.500 Kilowattstunden spürt einen hohen Grundpreis deutlich. Bei großem Verbrauch zählt der Arbeitspreis stärker. Eine Familie mit 4.250 Kilowattstunden achtet deshalb zuerst auf den Arbeitspreis. Ein Tarif mit niedrigem Grundpreis und höherem Arbeitspreis kann für kleine Haushalte besser sein. Für große Haushalte gilt oft das Gegenteil. Vergleichen Sie deshalb nie nur einen der beiden Preise. Entscheidend sind immer die gesamten Jahreskosten.

So nutzen Sie das Wissen im Vergleich

Unser Vergleich rechnet beide Preisbestandteile für Sie zusammen. Sie sehen die Jahreskosten auf einen Blick. Die Annahme zum Verbrauch zeigen wir dabei immer sichtbar an. Sie können sie anpassen. Ihren echten Verbrauch finden Sie auf der letzten Jahresrechnung. Mit diesem Wert wird der Vergleich am genauesten. Prüfen Sie auch den Tarif, in dem Sie gerade sind. Viele Menschen sind ohne eigene Wahl in der Grundversorgung. Grundversorger: Das ist der Energieversorger, der Sie automatisch beliefert, wenn Sie nichts wählen. Ein Blick auf Arbeitspreis und Grundpreis lohnt sich dort besonders. Den Einstieg in den Vergleich finden Sie auf der Strom-Seite oder der Gas-Seite.

Häufige Fragen

Was ist der Arbeitspreis?
Arbeitspreis: Das ist der Preis für jede verbrauchte Kilowattstunde Energie. Er wird in Cent angegeben. Verbrauchen Sie mehr, zahlen Sie mehr.
Was ist der Grundpreis?
Der Grundpreis ist eine feste Gebühr pro Monat oder Jahr. Er hängt nicht von Ihrem Verbrauch ab. Er deckt zum Beispiel Zähler und Abrechnung ab.
Wie berechne ich meine Jahreskosten?
Rechnen Sie: Jahresverbrauch mal Arbeitspreis, plus zwölfmal der Monats-Grundpreis. Beispiel mit angenommenen Werten: 2.500 Kilowattstunden mal 0,30 Euro sind 750 Euro, plus 144 Euro Grundpreis ergibt 894 Euro.

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