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Pelletspreise: Mengenstaffeln, Einblasen und Nebenkosten

Stand: 12.07.2026

Was kostet eine Tonne Pellets? Die ehrliche Antwort: Es kommt darauf an — auf die Menge, den Händler und die Nebenkosten. Genau diese drei Stellschrauben erklären wir in diesem Artikel. Danach lesen Sie jedes Pellets-Angebot wie ein Profi und erkennen versteckte Kosten auf den ersten Blick.

Die Referenz: der DEPI-Pelletpreisindex

Eine gute Orientierung ist der Preisindex des Deutschen Pelletinstituts (DEPI). Er wird monatlich erhoben. Im Juni 2026 lag er bei 376,77 Euro pro Tonne — für lose Ware, eingeblasen, bei 6 Tonnen Abnahme (Stand: Juni 2026). Der Index ist ein Durchschnitt über große Regionen. Ihr lokaler Preis kann davon abweichen. Wichtig zu wissen: Die Unterschiede zwischen den Regionen sind klein. Die echten Preisunterschiede liegen zwischen den Händlern. Deshalb lohnt der Vergleich mehrerer Angebote für Ihre Postleitzahl.

Mengenstaffeln: mehr Tonnen, besserer Tonnenpreis

Pelletshändler rechnen in Mengenstaffeln. Üblich sind drei Stufen: bis 3 Tonnen, 3 bis 12 Tonnen und ab 12 Tonnen (Stand: Juli 2026). Je größer die Bestellmenge, desto niedriger ist meist der Preis pro Tonne. Der DEPI-Index zeigt das deutlich: Bei 26 Tonnen Abnahme lag er im Juni 2026 bei 360,62 Euro pro Tonne — spürbar unter dem Preis der 6-Tonnen-Staffel. Kleine Bestellungen unter 3 Tonnen sind pro Tonne am teuersten. Wenn Ihr Lager es hergibt, bestellen Sie deshalb lieber einmal groß als zweimal klein. Auch eine Sammelbestellung mit Nachbarn kann Sie in eine bessere Staffel bringen.

Die Einblaspauschale: der feste Posten

Lose Ware wird mit dem Silo-LKW eingeblasen. Dafür berechnen Händler eine Einblaspauschale. Die Höhe legt jeder Händler selbst fest, sie steht im Angebot. Manche Händler rechnen sie in den Tonnenpreis ein, andere weisen sie getrennt aus. Genau hier entsteht Verwirrung beim Vergleich: Ein scheinbar günstiger Tonnenpreis kann mit hoher Pauschale am Ende teurer sein. Vergleichen Sie deshalb immer den Gesamtpreis der Lieferung, nie nur den Tonnenpreis.

Nebenkosten: ehrlich benannt

Neben der Einblaspauschale gibt es weitere mögliche Posten. Lange Schlauchwege kosten oft extra, etwa wenn der Lagerraum weit von der Einfahrt liegt. Ein fester Wunschtermin kann einen Aufpreis kosten. Die Zahlart spielt ebenfalls eine Rolle: Manche Händler geben einen kleinen Nachlass bei Vorkasse oder Lastschrift. Und in der Hochsaison im Herbst sind Zuschläge für schnelle Lieferung verbreitet. Kein einzelner Posten ist verwerflich — aber jeder gehört sichtbar ins Angebot. Fehlt eine Angabe, fragen Sie nach, bevor Sie bestellen.

Pellets im Brennstoff-Vergleich

Lohnt sich das Heizen mit Pellets überhaupt? Ein Blick auf die lange Linie hilft: Pellets waren im 10-Jahres-Schnitt günstiger als Heizöl und Erdgas (DEPI, Stand: Juli 2026). Das ist ein historischer Durchschnitt, kein Zukunftsversprechen. Für die Umrechnung: Ein Kilogramm Pellets enthält etwa 4,8 Kilowattstunden Energie. So können Sie den Tonnenpreis grob mit Ihrem Gas- oder Ölpreis vergleichen. Ob lose Ware oder Sackware zu Ihnen passt, erklärt der Artikel Pellets kaufen: lose Ware oder Sackware?

So gehen Sie beim Bestellen vor

Prüfen Sie zuerst Ihren Lagerstand und Ihre mögliche Bestellmenge. Holen Sie dann mehrere Angebote für Ihre Postleitzahl ein. Vergleichen Sie den Gesamtpreis inklusive Einblasen und Nebenkosten. Und achten Sie auf das Datum der Preise. Holzpellets können Sie jetzt bei uns vergleichen. Sie geben Postleitzahl und Menge ein und fragen direkt beim Händler an.

Häufige Fragen

Was kostet eine Tonne Pellets?
Als Referenz dient der DEPI-Preisindex. Im Juni 2026 lag er bei 376,77 Euro pro Tonne für lose Ware bei 6 Tonnen Abnahme (Stand: Juni 2026). Ihr lokaler Preis kann abweichen — vergleichen Sie mehrere Händler.
Warum wird der Tonnenpreis bei mehr Menge niedriger?
Händler rechnen in Mengenstaffeln, üblich sind bis 3 Tonnen, 3 bis 12 Tonnen und ab 12 Tonnen. Je größer die Bestellmenge, desto niedriger ist meist der Preis pro Tonne.
Was kostet das Einblasen?
Die Einblaspauschale legt jeder Händler selbst fest. Manche rechnen sie in den Tonnenpreis ein, andere weisen sie getrennt aus. Vergleichen Sie deshalb immer den Gesamtpreis der Lieferung.
Wann kaufe ich Pellets am besten?
Im Herbst bestellen viele Haushalte gleichzeitig. Außerhalb der Heizsaison haben Händler oft mehr Spielraum. Das ist eine Tendenz, kein Versprechen — bestellen Sie mit Zeitpuffer.

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